Imkerverein Schwarzhofen
 

Varroa-Sommerbehandlung

Die Sommerbehandlung sollte eigentlich zeitgleich am 15. Juli beginnen. Die zeitgleiche Behandlung benachbarter Bienen hat sich in den letzten Jahren sehr gut bewährt. Im Juli ist die Varroabelastung in vielen Bienenstöcken bereits sehr hoch. Die milde Witterung und der hohe Varroabefall führen bereits zu einem starken Verflug der Bienen mit all seinen negativen Auswirkungen. Kommt es dann zu Völkerzusammenbrüchen kann sehr schnell ein Dominoeffekt eintreten, deshalb ist der koordinierte Behandlungszeitpunkt von zentraler Bedeutung.  

Vor der Behandlung ist unbedingt ein Mindestvorrat von 5 kg je Volk aufzufüttern.

Die Sommerbehandlung kann auf vielfältige Weise erfolgen

Ameisensäure

Die Anwendung der Ameisensäure biete verschieden Möglichkeiten der Behandlung. Allerdings ist bei der Ameisensäure der Abstand zwischen Milben- und Bienensterblichkeit relativ gering. Gemeint ist die Langzeitbehandlung mit Verdunster oder Dispender. Von der Schwammtuchmethode raten wir ab.

 

Nassenheider-Verdunster professional

Gebrauchsanleitung des Nassenheider-Verdunsters

 

Liebig-Dispenser

 

FAM-Dispenser

 

Apidea-Dispenser

 

ApiLife Var

Links zur Gebrauchsanweisung

www.lvthi.de/doku/gesundheit/ApiLifeVar.pdf

 

Thymovar

Die Benutzung eines Thymolmittels sollte mit der Oxalsäure kombiniert werden. Beim Auflegen der Streifen mit Oxalsäure 3.5 % beträufeln (10-15 ml). Wichtig bei ApiLife Var wenn die Streifen ungeschützt aufgelegt werden, spätestens nach einer Woche kontrollieren. Abgenagte Streifen nachlegen und gleich wieder beträufeln (10-15 ml). Nach weiteren 14 Tagen die Streifen kontrollieren und evtl. wieder nachlegen. Nicht vergessen - die Fluglöcher einzuengen, um eine Räuberei zu vermeiden.

Während der Behandlungszeit immer wieder den Flugbetrieb der Völker beobachten.

Bei allen Behandlungsmethoden muss der Behandlungserfolg kontrolliert werden, um entsprechend nachsteuern zu können. Dabei auf die äußeren Gegebenheiten (Wetter) achten. Ist die Witterung zur Behandlungszeit kalt, heiß, oder nass und feucht, muss die Behandlung dementsprechend angepasst werden. Hier hlift uns das Varroawetter weiter.

 

Vortrag zum Thema Varroabekämpfung mit natürlichen Substanzen

Winterbehandlung mit Oxalsäurelösung

Benötigt wird Oxalsäure 3,5 % in Zuckerwasserlösung. Zur Anwendersicherheit sollten Handschuhe getragen werden. Drei Wochen nach dem ersten Frost ist der ideale Zeitpunkt zur Behandlung der Bienenvölker gegen Varroa. Aufgrund der niedrigen Temperaturen sind die meisten Völker bereits brutfrei. Ist keine verdeckelte Brut mehr vorhanden, kann mit einer Wirksamkeit der Behandlung von 95 % gerechnet werden. Die einfachste und unkomplizierteste Methode ist das Beträufeln der Bienen von oben in die Wabengasse mit 10 – 20 ml Oxalsäure pro Volk. Bei 2 Bruträumen in beide Räume träufeln. Sind Wachsbrücken vorhanden gehören diese entfernt. Zum Träufeln eignet sich gut der Schwanenhals (Imkerfachhandel) oder eine Dosierspritze. Die Oxalsäure sollte handwarm verabreicht werden und bis spätestens März aufgebraucht sein. Bei dieser geringen Dosierung ist auch eine zweimalige Behandlung kein Problem und empfehlenswert. Eine sorgfältig durchgeführte Winterbehandlung ermöglicht den Völkern einen gesunden Start im Frühjahr. Die Varroa kann dadurch bis Ende Juli oder Anfang August unter der Schadschwelle gehalten werden.